Ohlala Frau Doktorin!

Juni 20, 2009

OH LALA FRAU DOKTORIN!!!
Liebe Leute,

das Sehvermögen ist ein wichtiger Faktor in meinem Leben und wer mich kennt, weiß, dass ich mir jeden Abend einen Tropfen Olivenöl in die Augen gebe, wegen der Pflege.

Umso schlimmer traf mich da natürlich die Erkenntnis, dass ich mittlerweile immer öfter auf eine Brille angewiesen bin, teilweise sogar im Schlaf!

Wenn man sein eigenes Publikum nicht mehr erkennt, die gelangweilten und verärgerten Gesichter nicht mehr unterscheiden kann, dann ist das einfach traurig.

Und in der Öffentlichkeit darf ich keine Brille tragen wegen der Fans, die mich auf ewig konserviert in meiner jugendlichen Schönheit von vor 2 Jahren sehen wollen!

Das ist jetzt aber auch schon wieder vier Jahre her und in dieser Zeit ist es mit mir bergab gegangen, meine Herren!

Auf der Bühne finde ich mich meist nur noch zurecht mit meinem Geruchssinn, denn die Jungs aus der Band haben alle ihren eigenen Gestank, der mir zeigt, ob ich gerade eher bei „Dampfqualle“ Fischer stehe, oder in der Nähe von „Faulbrot“ Köster.

Aber dass ich mir mal mit Freude einen Erotik-Film angeschaut habe, das ist schon ewig her.

Macht auch einfach keinen Spaß, wenn Du nicht siehst, ob das jetzt von Beate Uhse ist oder Heinz Sielmann!

So ging’s jedenfalls nicht weiter, deswegen hab ich vor einer Woche eine Laseroperation gemacht, wo einem die Augen systematisch verdampft werden bis zur optimalen Sehkraft.

Man muss sich das ungefähr so vorstellen, als ob Dir da einer mit ner Taschenlampe in die Glotzer scheint, nur dass die ganz klein ist und dafür aber mit der vollen Power von 100 Duracell arbeitet.

Eigentlich ganz einfach, die Sache.

Dass bei mir aber mal wieder trotzdem nicht alles optimal abläuft, war ja wohl klar, oder?

Das ging schon los bei der Voruntersuchung, wo die Augen vermessen werden mit ganz obskuren Apparaturen.

Die strenge Ärztin befahl mir erstmal mich frei zu machen, auch untenrum, was mir nicht direkt einleuchtete im Zusammenhang mit der Fehlsichtigkeit.

Aber von der Untersuchung her lief dann alles zu meiner vollsten Befriedigung, deswegen hab ich Frau Doktor auch doppelte Praxisgebühr in die Hand gedrückt.

Ein paar Tage später war dann die eigentliche Operation: Ich natürlich voller Vorfreude, extra fein gemacht und hab auch Seife benutzt, doch im OP-Saal erwartet mich jetzt nur ein freundlicher Herr, der den Eingriff vornehmen wird.

Als erstes bekomme ich ein paar Tropfen, die das Schmerzempfinden dämpfen und die sind auch absolut nötig: Bevor der Laser mit dem Verdampfen beginnen kann, muss erstmal die oberste Schicht vom Auge abgelöst werden.

Dazu benutzt der Doktor eine Art Schälmesser, das er mir einmal quer durch die Linse zieht. Das Auge hält er dabei mit Daumen und Zeigefinger, die er aber vorher mit Kreide bestäubt hat, damit nichts verrutscht.

Das brennt schon ordentlich!

Dann soll es eigentlich losgehen, aber der Laser funktioniert nicht richtig, der ist viel zu stark eingestellt und piekst den Doktor in den Hintern, als er dagegen stößt.

Das tut natürlich sehr weh und ein Tritt ins Getriebe befördert den blöden Apparat in die Reparaturbedürftigkeit.

Was nun?

Halb benommen lieg ich auf dem Tisch, das linke Auge neben mir und es kann nicht mehr lange warten, weil ich es ja nicht durch Wimpernschlag feuchthalten kann.

Behelfsmäßig spucke ich ab und zu rüber mit einer Technik, die ich mir während der Bandproben für die letzte Tournee angeeignet habe.

Doch der Arzt hat glücklicherweise in Russland gelernt und weiß sich auch in dieser vertrackten Situation zu helfen:

Er nimmt ein Feuerzeug und hält davor eine starke Lupe, so kann er auch ohne moderne Technik nach der traditionellen Methode mit viel Geschick und Augenmaß meine Augäpfel kunstvoll bearbeiten!

Jetzt, nach 2 Wochen, läuft das Faulwasser schon deutlich besser ab und die Verbände sollen auch bald runter.

Für den Fall, dass doch was schiefgegangen ist, hat Manager Arne aber schon vorgesorgt:

Schön mit Sonnenbrille auf die Bühne und dann Songs von Ray Charles bis zum Abwinken!

Bis Dahin,

Euer Tom

ICH NEHME AB! oder: “FETTWAMPE AUF FREIERSFÜSSEN”

Februar 6, 2009

Liebe Freunde,

habt Ihr auch soviel zugenommen seid Eurer Geburt?
Jedes Jahr ein paar Kilo mehr und dabei ist das Wachstum doch nun auch schon seit einiger Zeit abgeschlossen!
Früher hab ich noch auf dem Bauch geschlafen, jetzt muss ich schon auf dem Rücken liegen und der Bauch schläft auf mir!
Das ist nicht gut, außer für die fette Wampe natürlich, die es sich schön gemütlich gemacht hat!
Teilweise erkennen mich die Leute schon nicht mehr bei den Konzerten, weil sie an meine Erscheinung vom letzten Photoshooting gewöhnt sind – das liegt aber schon ein halbes Jahr zurück!
Seitdem hat sich ne Menge getan.
Leute, passt auf: der kräftige Herr, der vorne steht mit dem Mikrophon- das bin ich!
Wobei ich jetzt allerdings den Gegenangriff starte, ich werde abnehmen, mehrere Kilos bis zum Frühling.
So wie ich momentan aussehe kann ich mich echt nicht nackt auf die Straße trauen.
Ein Buch über Ernährung hab ich mir schon gekauft, sehr interessant übrigens:
Wusstet Ihr, dass zwischen Gewichtszunahme und Essen ein Zusammenhang besteht?
Je mehr man isst, desto mehr nimmt man zu!
Vor allem, wenn man das Bett neben dem Herd hat und sich wenig bewegt.
Wenn Du jetzt aber mit dem Fahrrad im ersten Gang zur Arbeit fährst, kannst Du Dir schon das ein oder andere Schnitzel gönnen, vielleicht aber besser ohne Soße.
Mit genügend Bewegung und Energieverbrauch kann man also im Grunde essen soviel man will, was gut ist, wenn man sonst keine Hobbys hat.
Ich probiere es jetzt mal mit ein wenig Marathon, da kann man schön laufen und sich dabei die Gegend angucken.
Irgendwann wird man müde und kann sich hinlegen oder einfach weiter rennen.
Wenn man dann immer weiterläuft, setzt nach einiger Zeit das ein, was wir „Tod“ nennen: Man hört auf zu leben.
Das ist schlecht, vor allem wenn man sich noch für’s Wochenende mit einer scharfen Mieze verabredet hat.
Irgendwo dazwischen liegt der richtige Zeitpunkt zum aufhören.
Mal sehen ob ich den finde.
Falls nicht, wird mein Bruder Denis die nächsten Konzerte für mich singen.
Bitte behandelt ihn gut.
Ohne Tomaten, Buhrufen etc – all das Zeug halt, was Ihr bei mir immer macht.

Bis Dahin,
Euer Tom

Tourbuch Extrem: Erotik Report München

Januar 30, 2009

Liebe Leser,
aus Gründen der Umsatzsteigerung und Leserbindung musste der erste Teil von Tom Gaebels Tourtagebuch leider inmitten der aufwühlendsten Stelle unterbrochen werden.
Wir möchten uns für diese unpopuläre Maßnahme entschuldigen und hoffen, Sie mit der – wenn auch etwas verspäteten – Fortführung der aufregenden Geschehnisse entschädigen zu können.
Zur Vorgeschichte:
Tourauftakt in München: Tom hat sich gerade auf die Bühne begeben und will zum Singen ansetzen, als ihn etwas erschaudern lässt.
Es bildet sich ein Kloß in seinem Hals, den er aber noch schnell ungekaut schlucken kann.
Das zusätzliche Körperzittern allerdings wird gerade durch den modisch eng anliegenden Anzug noch verstärkt und ist wohl für Jeden deutlich sichtbar!
Was mag der Grund dafür sein?
Tom hat jemanden im Publikum gesehen, den er aus der Vergangenheit kennt, eine schlechte Erinnerung.
Dieserjenige ist Tom in die Gegenwart gefolgt indem er sein Leben seit damals weitergeführt – und sich in den Besitz einer vergünstigten Konzertkarte gebracht hat.
Tom denkt fieberhaft:
Narben-Eddie, verdammter Mist! Hat Dich der Teufel doch noch nicht geholt!
München, ausgerechnet München – hier also hast Du Dich all die Jahre versteckt und uns alle zum Narren gehalten mit Deinem Gamsbart und Deiner speckigen Lederhose!
Während diese Gedanken durch mein Gehirn jagen, singe ich die ersten Songs beinahe mechanisch herunter, bekomme nichts mit vom Publikum vor mir, von der Band hinter mir, von den Sicherheitsbeamten neben mir, die ich wegen erhöhten Stalker-aufkommens jetzt immer mit auf die Bühne nehme.
Narben-Eddie, der ehemalige Preisboxer, sitzt nur da und grinst mich an: Sein stinkendes Maul präsentiert mir hämisch die Zähne all seiner besiegten Gegner, die er sich als Trophäen über seinen eigenen Hauer hat einschleifen lassen.
Und neben ihm entdecke ich den Traum meiner Jugend, meine unerfüllte Liebe aus alten Tagen!
Silvana, eine stolze Frau, damals schon.
Jedenfalls zu stolz um einen Emporkömmling wie mich heiraten zu wollen.
Und jetzt Hand in Hand mit Eddie?
Das kann einfach nicht sein, das darf einfach nicht sein.
Immerhin war er doch der größte Versager von allen gewesen: kein Job, kein Geld, keine Ahnung wie’s weitergehen soll.
Mühsam hangele ich mich durch die erste Hälfte des Konzertes, meine Augen immer auf Silvana.
Bilde ich es mir ein, oder leckt sie sich ab und zu über ihre Mundlippen, nur ganz leicht und schaut mich dabei an?
Verführerisch, mit Augen, die alles versprechen, ohne erst über die Bezahlung reden zu müssen?
Schweißgebadet rette ich mich in die Pause.
Von der Band hat niemand etwas mitbekommen, die saufen und erzählen sich grölend schmierige Geschichten. Einfaches Volk, schlichte Gemüter mit einem verhängnisvollen Drang zu Drogen!
Jungs, legt endlich die Spritzen weg, verdammt!
Aber sie lachen mich nur aus, ein heiseres Krächzen, mehr tot als lebendig, entfährt den immer durstigen Kehlen. Ihre traurigen Augen sind schon längst erloschen, erloschen im gleißenden Licht des Showbusiness.
Kann einfach nicht jeder diese Drecksarbeit, nicht jeder hält das durch, aber ich dachte, zumindest ich hätte es geschafft!
Fehlanzeige, ermattet schleppe ich mich in meine Garderobe.
Das Licht brennt, komisch, dabei hatte ich doch die Glühbirne erst vor dem Konzert noch wutentbrannt kaputtgehauen…
„Bitte erschrick nicht, Tom. Ich muss mit Dir reden.“
Ich zucke erschreckt zusammen, da kauert sie in der Ecke, ein verdammt hübsches Häufchen Elend: Silvana. Tränen laufen ihr über das Gesicht, aber es sind meine eigenen, denn ich stehe genau über ihr.
Was gibt es da noch zu sagen, Baby? Du hast mich verschmäht, damals, und jetzt zeigst Du Dich nach all den Jahren an der Seite von Narben-Eddie?
Verletzter Stolz hat mein Herz hart gemacht und ich reiche ihr kein Taschentuch.
Sie beginnt zu erzählen, erzählt mir ihr ganzes Leben, ruhig und detailliert, nur bei den Bettgeschichten muss ich noch ein paar Mal nachfragen.
Ihr größtes Geheimnis: Sie hat ihren Geliebten umgebracht!
Ganz nüchtern spricht sie über den Abend, der beider Leben für immer verändern sollte.
Zu einem gemeinsamen Saunagang hatten sie sich verabredet, doch er erschien einfach nicht. Sie saß allein in dem Bretterofen und schwitzte vor sich hin. Nach ein paar Stunden bei 70 Grad war sie natürlich sehr durstig geworden und hatte sich ein paar Flaschen Wein genehmigt. An ein vernünftiges Gespräch war da natürlich nicht mehr zu denken, als er dann mitten in der Nacht endlich aufkreuzte.
Zwei Schüsse zum Abschied und es war endgültig aus zwischen ihnen…
Schluss. Ende. Silvana hat ihre Lebensbeichte hinter sich gebracht, jetzt muss sie nur noch ein weiteres Unrecht gutmachen:
„Mir ist so heiß, kann ich hier irgendwo duschen?“
Dusche gibt es nicht, Baby, nur das kleine Waschbecken in der Ecke mit dem rostigen Wasserhahn. Bedien Dich, wenn Du magst.
Und ja, sie bedient sich, duscht unter wilden Verrenkungen im Waschbecken, was starke Erotik bei allen Beteiligten hervorruft.
Ich steige zu ihr, wir waschen uns gegenseitig, waschen uns die Sünden vom Leib, nur um sogleich neue zu begehen!
Das Konzert kann schließlich fortgesetzt werden.
Ich singe und tanze und lache Silvana an.
Sie lacht zurück.
Narben-Eddie lacht nicht mehr.

Lesen Sie unbedingt auch den nächsten Teil:
Tourbuch Extrem: Ich bin ein Star, lasst mich hier rein!

TOURBUCH EXTREM

Januar 23, 2009

Dies sind die Aufzeichnungen von Tom Gaebel, Sänger und Entertainer, teilweise auch Tänzer.
Er ist auf großer Welttournee mit seiner Band, wobei sie erstmal in Deutschland anfangen und sich dann langsam vorarbeiten zu anderen Ländern.
Während dieser Zeit führt Tom ein Tagebuch mit sich, in dem er alles schriftlich festhält, was ihn beschäftigt:
Aufgezeichnet werden aber nicht nur tatsächliche Begebenheiten, sondern auch Träume und Wünsche sowie erotische Fantasien, die in direktem Zusammenhang mit der Tournee stehen.
Tag 1 München
Es ist kurz vor Acht, gleich muss ich auf die Bühne, ein letztes Mal noch betrachte ich mein Spiegelbild:
Der Anzug sitzt, das Hemd ist gestärkt und alles kommt frisch aus der Reinigung- da fühlt man sich auch ohne Unterwäsche wohl!
Nein, wirklich, ich kann mich nicht beklagen, alles ist so, wie es sein sollte bei einem Tourstart:
Die Band ist so gut wie noch nie, weil ich mittlerweile konsequent durchgreife und jeden rauswerfe, der kein Instrument spielen kann!
Wir alle tragen neue Anzüge: Die Band ganz in schwarz, ich selber kleide mich in unauffällige Silbertöne im Glitter-Look.
Wir haben eine Licht-Crew für das Licht, eine Ton-Crew für den Ton und noch ein paar andere Jungs, die einfach nur so rumhängen, die bekommen aber auch weniger Lohn.
Eine weitere wichtige Neuerung: Wir haben geprobt, was den Vorteil hat, dass wir jetzt die Songs kennen, die wir dann im Konzert spielen.
Trotzdem, etwas Aufregung bleibt, eine nervöse Anspannung, wie wenn man länger keinen Alkohol trinkt.
Da, der letzte Gong, das Spiel beginnt!
Jetzt gibt es kein Zurück mehr, weder für mich noch für die Zuschauer!
Das Saallicht geht aus, die Band fängt an, schnell auf die Bühne, eine Stufe noch und ein letzter Schluck „Pennerglück“.
„Ladies and Gentlemans, here comes Mister Good Life – Here comes for you Mister Tom Gaebel!!!!“
Schnell trete ich in’s Rampenlicht, greife das Mikrophon – doch was ist das????
Oh, nein, alles nur das nicht!!!!!!
————–
Was nur hat Tom da gesehen?
Was hat ihn dazu gebracht seine Fassung derart ungeniert zu verlieren?
Lesen Sie unbedingt weiter im nächsten Teil:
Tourbuch Extrem: Erotik Report München

FIFFI BAR – ne Braut und ´n Schnaps!

Dezember 13, 2008

Bargeflüster

Liebe Leute,
wie Ihr wisst, erwarte ich ja nicht mehr allzu viel vom Leben, versuche nur noch irgendwie durchzukommen, mich durchzuwurschteln bis zum Schluss.
Hab schon alles vorbereitet für Meister Sense.
Der Weg zu mir: gut sichtbar gepflastert mit Zigaretten!
Verdammte Qualmerei, in der letzten Zeit ist es so schlimm, dass ich sogar die Schachtel mitrauche.
Mit Plastikfolie und Alles.
Gesund ist das nicht, das weiß ich genauso gut wie der blöde Arzt!
Steckt sich immer schön die Scheine in die Tasche und hält dabei kluge Reden:
„Hier nicht gut, das nicht machen, hier mal ein wenig mäßigen, Herr Gaebel!”
Praxis Dr. Neunmalklug.
Aber was weiß der schon vom Leben?
Soll er sich doch mal mit mir in die Bar setzen und das wahre Leben studieren, aber das traut der sich ja nicht, da gibt’s gleich Ärger mit der werten Frau Gemahlin.
Armseliger Tennisclub-Versager!
„Herr Ober, ein Bier, oder mach gleich mal zwei.”
Ich wollt nämlich noch auf Klo und das geht bekanntlich besser mit voller Blase.
Tja, Leute, da lass ich den Tag doch tatsächlich mal wieder ausklingen bei Wein und Bier.
Die „Fiffi-Bar”, seit Jahren die Kneipe meines Vertrauens.
Hier hat schon mein Opa gesoffen, noch in der guten Zeit, wo man zum Schnaps immer auch gleich ne Braut dazu bekam!
Damals waren sie alle hier, die Großen aus Politik und Wirtschaft, Prominenz aus Film und Fernsehen.
Aber auch der ganz normale Säufer von nebenan, der einfach mal wieder so richtig abkotzen wollte.
Mittlerweile ist die gute „Fiffi” aber doch etwas in die Jahre gekommen und vom alten Glanz ist nicht mehr viel zu sehen.
In der Ecke steht die Jazz Band- arme Hunde, die ihre Standards runtermucken wie schon vor vierzig Jahren.
Einmal war Louis Armstrong da, das war Anfang der Siebziger.
Er hat geweint, als er sie gehört hat, so schlecht waren die damals schon!
Und der schlimmste von ihnen ist Alphonso, der kubanische Saxofonist, vor ein paar Jahren musste er sein Mundstück verkaufen, wegen der Geldnot.
Jetzt singt er seine schäbigen Melodien nur noch in das alte Horn und bewegt ein wenig die Klappen dazu.
Keiner bemerkt den Unterschied, auch nicht seine Kollegen.
Heute soll ein neues Lied gespielt werden, ein Blues mit zwei Töne.
Der eine Ton soll am Anfang kommen und der andere am Ende, aber Alphonso ist nervös und spielt die Noten immer in der falschen Reihenfolge.
Alles droht einzubrechen, aber mit Glück und gerade noch rechtzeitig manövriert der Schlagzeuger die Band in sichere Gefilde, dann doch lieber „Girl from Ipanema”.
Ich schaue mich um, keiner interessiert sich für die Musik –eigentlich genau wie bei mir, denke ich.
„Herr Ober, tu noch einen raus, aber schnell!”
Links von mir schlürft eine junge Dame einen Cocktail – verdammt, kann ich heute doch schon wieder nicht einfach mal eine ruhige Nacht verbringen!
Ich komme mit ihr ins Gespräch indem ich sie frage, ob sie mich aus Funk und Fernsehen kennt. Charmant spiele ich so meinen Promibonus aus!
Als nächstes dann der Test, ob sie schon „Feuchtgebiete” gelesen hat, ein schmieriges Machwerk, das man besser nicht der Oma schenkt.
Sie hat. So so. Jetzt weiß ich, wo die Reise hingeht.
Wollust sprüht aus ihren Augen, schon bei der bloßen Erwähnung dieses Buches!
Den Rest klären wir später im persönlichen Gespräch bei mir zuhause.
Doch dafür soll jetzt hier kein Raum sein, ein paar lüsterne Andeutungen müssen vorerst genügen.
Allgemein kann man aber sagen, dass die Kneipe wie das Leben ist, nur dass man mehr trinken kann.
Und dabei Leute beobachten und beobachtet werden.
Zuschauen, wie das Leben so umgeht mit den anderen und mit einem selber.
Nicht gut, teilweise.

Bis Dahin,
Euer Tom

SWINGERCLUB der guten Taten

Dezember 5, 2008

Liebe Freunde,

bald ist Weihnachten.
Ein Fest, das ganz im Zeichen der Liebe steht und hier soll ausnahmsweise einmal nicht die erotische Liebe gemeint sein, die uns allen so viel Freude bereitet, gerade auch in der grauen Winterzeit.
Nein, ich spreche von der Erotik des Herzens, der Sinnlichkeit der Seele!
Vom Kribbeln, das die Menschlichkeit in unsere Glieder fahren lässt!
Von der Nächstenliebe auch denen gegenüber, die nun gerade mal nicht zufällig neben einem liegen!
An Weihnachten denken wir an unsere Liebsten und sie denken an uns – wenn man Glück hat.
Denken aber heißt immer auch Schenken!
Denn das Geschenk ist zum Ausdruck gebrachte Liebe, teilweise auch Hass, wenn der Wert unter 5€ liegt.
Wie nun aber das richtige Präsent finden?
Ein Geschenk, das nach viel aussieht, dabei aber durchaus erschwinglich ist?
Angesichts der gegenwärtigen Depression in der Wirtschaft möchte ich Euch heute zwei Empfehlungen geben, die ein Lichtlein sein mögen in dieser dunklen Zeit:
Der Ausnahmemusiker Tom Gaebel hat jüngst sein drittes Album herausgebracht.
Es ist eine Zusammenstellung herrlicher Songs, bis zum Rand gefüllt mit Musik und Text.
Teilweise auch mit Inhalt.
Gaebel spielt sehr viele Instrumente selber, jedoch verzichtet er dieses Mal glücklicherweise auf eine Kostprobe.
Stattdessen hat er den besten und auch körperlich attraktivsten Musikern Deutschlands die Gunst gewährt, seine Kompositionen einspielen zu dürfen.
Gaebel selber Tritt hier nur als Sänger in Erscheinung.
Nur?
Gar Engelsgleich vermag er verschiedene Töne miteinander zu verbinden bis das entsteht, was er bescheiden als Melodie bezeichnet.
Wenn man genau hinhört, sind selbst Wörter zu erkennen, denn er benutzt hier erstmals Techniken, die man auch vom Sprechen her kennt.
Alles in Allem ein Album, vor dem man sich in Acht nehmen muss!
Tja, meine Freunde, diese CD sollte wirklich auf keinem Gabentisch fehlen!
Eben so wenig natürlich die Karte für eines seiner Konzerte im Rahmen der Deutschland Tournee ab Januar.
Mit seinem komplett neuen Programm wird er beweisen, was manche bezweifeln:
Dass er nicht nur singt und lacht, sondern dass er auch noch tanzt wie der Erzengel Gabriel selber!
Das darf man sich nicht entgehen lassen, es sei denn man möchte als uncool gelten und geschimpft werden von Leuten, die mehr Style haben!

Bis Dahin,

Eure Musikredaktion

MEIN MANAGER ERPRESST SICH SELBER!

November 21, 2008

Liebe Leute,

momentan bin ich viel unterwegs, auf Werbereise für mein neues Album, das gerade mal eine Woche auf dem Markt ist und doch bereits dutzendfach gekauft worden ist!
Vielleicht fragt Ihr Euch, was man da eigentlich so treibt auf einer Promotiontour.
Vielleicht auch nicht und Ihr denkt „Lass mich bloß in Ruhe mit Deinem schäbigen Leben, Gaebel!“
Egal, dies ist mein Blog und hier tue ich das, was ich für richtig halte, also quatscht mir gefälligst nicht rein, verdammt noch mal!
Hier kommt er, der schonungslose Blick hinter die Kulissen der Musikindustrie, geschrieben von mir unter Pseudonym wegen der Gefahr um Leib und Leben.
6:30 Uhr, der Wecker verrichtet seine Arbeit.
Kalt und erbarmungslos wie eine Maschinenpistole schießt er mir die immer gleichen Parolen in’s Gehirn:
Wach auf! Wach auf!! Wach auf!!!
Ich öffne die Augen, schaue mich um: überall Kleidung, wild verstreut im ganzen Zimmer.
Hemd und Hose, Socken, Unterwäsche, seidene Strumpfbänder, das Übliche halt.
Dann stutze ich: Links am Nachttisch zwei Bhs, einer rot und einer lila, jedenfalls keiner von meinen.
Das heißt hier sind mindestens vier fremde Brüste im Raum.
Ich blinzele müde durch meine verschnupften Augen: Verdammtes Koks, ich erinnere mich an gar nichts.
Klar, die Party gestern, das neue Album wurde gefeiert als wenn es kein Gestern gäbe!
Da hat mein Manager sich wirklich nicht lumpen lassen und schön mein Geld ausgegeben: Alles war da, was Rang und Namen hat.
Stars und Sternchen, Schauspieler und Regisseure, Künstler und Produzenten und ein paar Wichtigtuer aus der Verwandtschaft, dazu jede Menge Praktikantinnen und Plattenpromoterinnen, die ihren Traum leben wollen.
Ha! Dass ich nicht lache!
Verdammt, jetzt wird erstmal mein Traum gelebt, Baby!
Ich versuche aufzustehen, doch meine Arme sind schwer wie Blei, Stahlblei.
Blick nach rechts: Hellblonde Haare in meinem rechten Arm.
Blick nach links: dunkle Locken, sollte das etwa meine eigene Achselbeha….?
Nein, die rassige Schönheit dreht ihren Kopf und schläft dann weiter.
Oh Mann, die Party muss wohl doch besser gewesen sein als ich gedacht hab.
Schnell löse ich mich aus dem gierigen Griff der beiden Damen, schlucke einen Whiskey-Fanta zum Wachwerden und dann ab unter die Dusche.
Schließlich bin ich auch zum Arbeiten hier, ein Interview beim Radio steht an.
Wer stellt die Fragen? Keine Ahnung.
Welcher Sender? Weiss ich doch nicht!
Verdammt, ich geh da rein, erzähl ein paar Lügengeschichten und dann weiter in die nächste Stadt!
So eine Promotiontour ist wirklich die Hölle, Du bist jeden Tag in vier Städten bei 20 Radiosendern und 40 Tageszeitungen, nur um denen zu erzählen, was eh schon alle wissen: Neues Album, Neue Tour, Neuer Anzug.
Immer das gleiche Spiel, das wissen die genauso gut wie ich.
Und deswegen sind die auch schon mal mindestens genauso abgewichst wie ich:
Da ist z.B. der Radiomoderator, der gar nichts mehr selber spricht, der hat vor ein paar Jahren seinen gesamten Wortschatz in den Computer gesprochen und irgend so ein armer Praktikantenhund muss daraus täglich komplette Phrasen und Sätze zusammen schneiden.
Oder dieser Typ von der Zeitung, der immer erstmal die Hand aufhält, bevor er was positives schreibt, da bist Du schnell mal ein paar Tausender los, nur damit dann später in dem Schmierblatt steht: „Tolles Album, bitte sofort kaufen!“
Is schon eine stinkende Kloake, das Musik-Business und ich schwimme drin herum wie eine Wurst auf Heimaturlaub.
Du paddelst und paddelst um vom Gestank wegzukommen, nur um irgendwann zu merken, dass Dir ja selber der Dampf aus allen Poren quillt!
Vor ein paar Tagen hatte ich einen Nervenzusammenbruch, ich war wirklich kurz davor alles hinzuschmeißen, auszusteigen, raus auf’s Land, ehrliche Arbeit für ehrliches Geld.
Wenn Du da am Euter ziehst, dann bekommst Du auch was, nämlich leckere Milch statt falschem Grinsen!
Dann hat mein Manager mich wieder aufgebaut, er kennt das Geschäft, hat er doch selber jahrelang als Staßenjongleur und Hundedompteur seine Brötchen verdient.
„Halte noch durch“, sagt er, „zumindest bis ich meine Schäfchen im Trockenen habe!“
Irgendwo kann ich ihn verstehen, hat er doch sein gesamtes Vermögen, Siebeneinhalb Millionen Euro, einem Mann gegeben, der behauptete von der Mafia erpresst zu werden.
Dabei war er selber die Mafia, er hatte nur aus Versehen die eigene Adresse auf den Brief geschrieben!
Tja, das ist schon eine verrückte Welt, in der ich da lebe, leben muss wegen der Kunst!
Nächste Mal mehr, dann werde ich ein paar pikante Geschichten erzählen vom Fernsehen – Geschichten, die keiner erzählen mag, eben weil sie so pikant sind.
Wie eine Leberwurstschnitte mit Gurke, alle riechen dran aber keiner will sie in den Mund nehmen!

Bis Dahin,

Euer Tom

 www.TOM-GAEBEL.com

ÜBER DIE LIEBE – geistig und auch körperlich!

November 10, 2008

Über die Liebe

Die Liebe ist eine schöne Sache, besonders wenn man selber mitmachen darf und nicht nur als Unbeteiligter zuschauen muss.
Ich bin mittlerweile 32 und habe nur noch wenig Gutes vom Leben zu erwarten, doch eines weiss ich mit Sicherheit:
Liebe muss man erlernen wie einen Beruf, nur ist die Bezahlung deutlich schlechter!

Viele Probleme erwarten den jungen Liebenden, ich will hier einige Ratschläge zu deren Überwindung geben.

1) Die Entstehung des Gefühls

Liebe entsteht ähnlich wie Hunger im Bauch und wird daher auch gerne damit verwechselt.
Oft kann schon eine Butterstulle zur rechten Zeit eine unglückliche Ehe verhindern!
Hass gilt mittlerweile auch als eine besondere Form der Liebe, nur halt umgekehrt.
Natürlich gibt es eine Grauzone zwischen Streicheln und Schlagen, zwischen Küssen und Beißen, zwischen Umarmen und Würgen.
Ich selbst habe es desöfteren erlebt, dass ich in einen Ringkampf verwickelt war, der sich später als Geschlechtsverkehr entpuppte.

2) Das Erklären der Liebe

Nach wie vor gilt es als schwierig, jemand anders zu gestehen, dass man ihn bzw sie liebt.
Beobachten wir das Tier, so stellen wir fest, dass man hier recht ungezwungen mit dem Thema umgeht und auf große Geschenke verzichtet, wobei man nicht vergessen darf, dass es auch einfach oft am nötigen Kleingeld fehlt.
Als Mann kann man einer Frau schon mit einem hübschen Strauß Blumen das Herz erweichen.
Von Kakteen rät man seit einigen Jahren eher ab, es sei denn die Betreffende fährt auch gerne Motorrad.
Beim Übergeben der Blumen ist ein steter Augenkontakt zu gewährleisten und die Reaktion der Frau zu überprüfen:
Fallen die Mundwinkel, so kann dies auf Missfallen hindeuten, in diesem Fall sparen Sie sich gleich die Rede und nehmen die Blumen wieder mit.
Die bekommt dann lieber die nächste, die sich nicht für was Besseres hält, verdammt noch mal!

3) Wie wichtig ist die Erotik in der Liebe?

Jeder kennt die Situation: Man ist seit Jahren in einer glücklichen Beziehung und mit einem Mal hat man Lust sich gegenseitig anzufassen.
Viele Frauen neigen dann zu einer überhitzten Reaktion und flüchten sich in die Arme herumreisender Musiker, die sie nur zu gerne an ihre vor Vitalität strotzende Brust drücken.
Dieses sollte man als Chance betrachten, denn jede Frau wird gereifter und attraktiver von diesem Abenteuer in die Beziehung zurückkehren.
Fällt sie nun allerdings einem Sänger in die Arme, so wird sie für ihn ihren Partner verlassen und ihm bis an ihr frühes Ende an einem Bahnhof hinterher reisen, ein trauriges Schicksal!

Bei weiteren Fragen wendet Euch bitte an jemand anders, denn ich muss auch mal an mich denken und kann mich nicht ständig um Eure Probleme kümmern, ist doch wahr!

Bis dahin,

Euer Tom

DIE WAHRNEHMUNG MEINER MUTTER

November 3, 2008

Liebe Freunde,

ein großes Echo gab es auf meinen letzten Blog:
“MEIN ERSTER KUSS, Ja… mit Zunge”.

Mein Besuch in der Heimat hatte Erinnerungen in mir geweckt, die ich nicht für mich behalten konnte und wollte, denn Ihr seid von mir schonungslose Offenheit gewohnt, die sich bis in das Intimste fortsetzt – dort, wo es unangenehm wird!

Was mir nicht bewusst war: Es gibt Menschen, die sich meiner Sichtweise der Dinge nicht anschließen wollen!
Ich weiß, Ihr denkt: „Warum sollte Tom das kümmern?

Seine Erinnerungen sind in ihm gewachsen und gereift, während er sich um andere Dinge gekümmert hat – Er muss mit ihnen leben wie mit seinem Körper, der im Laufe der Jahre um ihn herum gewachsen ist.”
Ihr habt recht, doch mein Körper hat sich zu allgemeiner Freude in einer Weise gebildet, die es mir erlaubt auch in der Öffentlichkeit nackt herumzulaufen, ohne eine Anzeige zu bekommen!

Meine Worte hingegen haben Menschen verletzt und verstört, gedemütigt und erniedrigt – an sich eine schöne Sache, doch mittlerweile hat sich auch meine Mutter in die Diskussion eingeschaltet und ich fühle mich verpflichtet, ihre gestörte Wahrnehmung meiner Kindheit und Jugend Euch mitzuteilen.

Hier ist, was sie mir geschrieben hat:

“Also Tom, das find’ ich jetzt gemein, das mit der Badehose zu verraten.
Dafür hattest Du aber eine Geige, ein Schlagzeug und eine Posaune, nicht
Zu vergessen Dein Glockenspiel.
Naja, sowas kostet natürlich. Ich weiß, dass es schlimm für Dich war, Deine
Mutter zu verleugnen, wenn wieder einmal der Mann mit dem schwarzen Koffer
und dem Kuckuck kam. Wir hätten den alten Korte damals gut gebrauchen können. Aber der machte ja auch nichts umsonst.
Was soll’s! Du hast heute keine Pickel mehr, und ich kann auch wieder
aufrecht durch unseren Ort gehen.

Deine gebeutelte Mutter
Übrigens: der Mülleimer wurde angezündet…. Und das Flittchen war 65.”

Vielleicht war sie wirklich 65, doch sie wirkte wie 64 auf mich.
Gesagt habe ich ihr natürlich, dass sie wie 63 aussähe, denn ich war auch damals schon ein Gentleman!
Ansonsten gilt für mich: Ich lasse mir nicht meine Erinnerungen kaputtmachen, auch nicht von der Realität!

Bis Dahin,

Euer Tom

MEIN ERSTER KUSS – JA!!!! mit Zunge!

Oktober 30, 2008

Wie sagte doch gleich mein alter Freund Pjotroff?
„Heimat ist da, wo die Nachbarn schlecht über einen reden!”
Und er sagte auch:
“Jeder Mann muss ab und an seine Wurzel spüren!”
Deswegen fahre ich regelmäßig in die kleine Stadt am Teutoburger Wald, die Stadt, in der aus mir wurde, was Ihr jetzt zu ertragen habt!
Und schon während der Reise kommen die ersten Erinnerungen hoch.
Erinnerungen, die mich an Dinge denken lassen, die schon vorbei sind oder aber in der Vergangenheit liegen!
Meine alte Schule – ob er noch immer da stehen mag, der Mülleimer, in den sie mich jeden Morgen rein gesteckt haben?
Ach ja, eine lustige Zeit war das – für die anderen.
Aber was konnten sie dafür?
Sie waren doch selber Opfer.
Opfer einer Pubertät, die es mit Pickeln und fettigen Haaren heimtückisch auf sie abgesehen hatte!
Nicht, dass ich davon verschont geblieben wäre: 
Erst als ich zuhause den Spiegel abnahm, besserte sich meine Depression.
Aber mittlerweile ist das ausgestanden und aus mir ist ja doch noch ein unansehnlicher junger Mann geworden.
Was mich während der Schulzeit schon sehr gestört hat waren die ewigen Beschimpfungen: Dummkopf, Idiot, Saukopp -
aber Ihr wisst ja selber, wie Lehrer sein können…
Ah, da steht es noch, das alte Hallenbad – zuhause hatten wir kein Geld für eine Badehose, daher mußte ich mir immer zwei Löcher in den Brotbeutel schneiden.
Aber waren wir deshalb unglücklicher als andere Familien?
Ja selbstverständlich, was für eine dumme Frage!
Gerne erinnere mich auch noch an meinen ersten Kuss: Ich war 14, sie 40 Jahre älter, aber es war eine große Liebe, und als sie in den Knast kam habe ich bitterlich geweint!
Nun, ich war vielleicht ein etwas frühreifes Kind, aber bei uns gab es ja auch weiter nicht viel Freizeitbeschäftigung.
So hatte die Stadt z.B. nur einen einzigen Fußball, das muss man sich mal vorstellen!
Aber auch egal, es kannte eh keiner die Regeln.
Wenn ich jetzt durch den Ort laufe hat sich natürlich viel verändert:
Früher hat man mich ausgelacht und mit dem Finger auf mich gezeigt, heute werde ich gleich bespuckt!
Nur die Frauen haben es mit den Jahren immer schwerer sich meiner Ausstrahlung zu entziehen: Viele gehen daher schon gar nicht mehr aus dem Haus wenn ich komme!

Bis Dahin,

Euer Tom


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